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Tipps zum Fahrzeugkauf
Immer häufiger kommen Anfragen zu
Angeboten, wo ein Herald oder Vitesse als Hardtop-Limousine
angeboten wird. Verkäufer versuchen damit, indem sie einfach das
Dach vom Saloon abschrauben, einen deutlich höheren
Verkaufspreis zu erzielen.
Damit ihr nicht auf solche Lügen herein fallt, gibt es hier ein
paar Tipps dazu.
Auch wenn die Autos aus einem
Baukastensystem bestehen, sind die Limousine (Saloon) und das
Cabriolet (Convertible) im Aufbau der Karosserie in einigen
wenigen Punkten grundverschieden. Auf jeden Fall eine Menge
mehr, als nur ein Blechdach.
Wer plant, ein Saloon in ein Convertible umzubauen, bekommt hier
eine Übersicht über den Aufwand.
Der größte Unterschied liegt in
verschiedenen Heckteilen (rear tubs). Beim Convertible ist im
Heckteil der Verdeckkasten mit den Befestigungspunkten für das
Verdeckgestänge untergebracht. Durch diesen Verdeckkasten ist
auch das Deckblech vor dem Kofferdeckel kürzer als beim Saloon.
Im Inneren verlangt der Verdeckkasten auch nach einer anderen
Lehne des Rücksitzes, die natürlich schmaler sein muss.
Beim Saloon wird das Dach vorne am
Windschutzscheibenrahmen an zwei Laschen verschraubt. Die
Laschen werden beim Convertible nicht gebraucht und fehlen
deshalb natürlich. Dafür braucht aber das Verdeck vorne zwei
Befestigungen, damit der Fahrtwind es nicht nach hinten schlägt.
Dazu wird das Verdeck mit zwei Klemmverschlüssen am
Scheibenrahmen gesichert. Im Rahmen sind dafür zwei bewegliche
Blöcke mit Gewinden angebracht, an denen die Gegenpunkte der
Klammern angeschraubt sind.
Obwohl die Karosserien auf einem
Kastenrahmen aufgebaut sind, sind diese nicht ganz
verwindungsfrei. Beim Saloon sorgt das Dach für weitere
Stabilität.
Da diese Stabilität aus bekannten Gründen beim Convertible fehlt,
kann es bei Kurvenfahrt dazu kommen, das eine Tür aufspringt.
Die Schlossfallen haben keine Käfigverriegelungen, wie bei
modernen Autos, sondern hier greift nur ein Vierkant hinter eine
Kante.
Das beim Convertible, im Falle des Verwinden, dieser Vierkant
aus dem Anschlag rutscht, verhindern die sogenannten Anti Burst
Latches. Dabei greift ein an der Tür angebrachter Zapfen in
eine Blechlasche an der B-Säule. Der Zapfen ist in der Tür mit
einem Blech gekontert.
Nicht zu vergessen sind noch die
Seitenfenster. Beim Saloon sind sie eckig, beim Convertible ist
die hintere Ecke abgerundet.
Wie erkennt man jetzt, ob es sich um
einen Saloon oder ein original Convertible, ohne das Auto direkt
vor sich zu haben?
Hier hilft die Fahrgestellnummer weiter. Bei einem Saloon steht
hinter der Zahl ein DL, beim Convertible findet man ein CV.
Eine weitere Möglichkeit aus einem
Saloon ein offenes Auto zu machen, ist ein Tristan Umbau. Dabei
wird eine Art Überrollbügel mit Verbindung zum Scheibenrahmen
verschraubt. Darüber kommt dann ein Faltverdeck, welches im
offenen Zustand auf dem Deckblech vor dem Kofferdeckel liegt. |